Was der LKW-Routenplaner von NSRoute berechnet
Ein Routenplaner für Pkw kennt weder Gewichtsklassen noch Mautnetze. NSRoute plant Lkw-gerecht und rechnet die Kosten gleich mit — damit die Zahl, die Sie dem Kunden nennen, zu der Zahl passt, die später auf der Mautabrechnung steht.
- Maut je Land und Abschnitt: streckenbezogene Systeme wie die deutsche Lkw-Maut, GO-Maut, Myto oder e-TOLL werden nach Fahrzeugprofil (zGG, Achszahl, EURO- und CO2-Klasse) kalkuliert und je Land ausgewiesen.
- Dieselkosten: Verbrauch und Kraftstoffpreis fließen in dieselbe Aufstellung ein, im PRO-Tarif mit regelmäßig aktualisierten EU-Dieseldaten.
- Fahrverbote und Zeitfenster: Sonn- und Feiertagsverbote, Nachtfahrverbote und Ferienreiseregelungen werden bei der Planung berücksichtigt.
- Großraum- und Schwertransport: orientierende Hinweise zu Genehmigungspflichten, bevor eine Route mit Überbreite oder Überhöhe überhaupt angeboten wird.
- Angebot statt Tabellenkalkulation: Maut, Diesel, Fahrerkosten und Marge in einer Kostenaufstellung — im PRO-Tarif als PDF exportierbar.
Deutsche Lkw-Maut 2026: die Zahlen, die in Ihre Kalkulation gehören
Die deutsche Lkw-Maut ist streckenbezogen und gilt auf allen Bundesautobahnen und Bundesstraßen — rund 51.000 km Netz, betrieben von Toll Collect im Auftrag des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM). Seit dem 1. Juli 2024 sind alle Fahrzeuge des Güterkraftverkehrs mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse über 3,5 Tonnen mautpflichtig. Der Satz pro Kilometer setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Infrastrukturkosten, Aufschlag für Luftverschmutzung, Aufschlag für Lärmbelastung und CO2-Aufschlag.
| Gewichtskategorie (EURO VI, CO2-Klasse 1) | Satz pro km |
|---|---|
| 3,5 bis 7,49 Tonnen | 15,1 ct/km |
| 7,5 bis 11,99 Tonnen | 17,7 ct/km |
| 12 bis 18 Tonnen | 23,8 ct/km |
| Über 18 t, 3 Achsen | 30,3 ct/km |
| Über 18 t, 4 Achsen | 32,4 ct/km |
| Über 18 t, 5 und mehr Achsen | 34,8 ct/km |
Drei Punkte kosten in der Praxis am häufigsten Geld: Bundesstraßen zählen ebenfalls zum Mautnetz, also spart das Verlassen der Autobahn oft nur Zeit, nicht Maut. Die Gewichtsklasse richtet sich nach der zGG in den Fahrzeugpapieren, nicht nach der tatsächlichen Ladung — eine Leerfahrt wird zum vollen Satz abgerechnet. Und CO2-Klasse 1 ist der Standard: Fahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 1. Juli 2019 können eine bessere Klasse beantragen, Toll Collect stuft aber niemanden von sich aus hoch. Ein über 18 t schweres Fahrzeug mit 4 und mehr Achsen zahlt in CO2-Klasse 4 etwa 25,8 ct/km statt 32,4.
Emissionsfreie Lkw bleiben bis zum 30. Juni 2031 vollständig befreit; die für 2026 geplante 25-Prozent-Regel wurde im November 2025 vom Bundestag zurückgenommen, bevor sie in Kraft trat. Bei Nichtzahlung drohen 200 EUR Bußgeld für den Fahrer und 400 EUR für den Halter; eine versehentlich versäumte Maut lässt sich innerhalb von 2 Werktagen per Selbstanzeige nachmelden. Die vollständige Satztabelle, den Registrierungsprozess und die CO2-Klassen erklärt unser Ratgeber zur deutschen Lkw-Maut 2026.
Maut über die Grenze hinaus: Österreich, Tschechien, Polen, Niederlande, Frankreich
Die meisten Touren aus Deutschland enden nicht an der Grenze, und jedes Nachbarland rechnet anders. NSRoute schlüsselt grenzüberschreitende Routen je Land auf. Die Größenordnungen, mit denen Sie 2026 rechnen sollten:
- Österreich (GO-Maut): streckenbezogen auf Autobahnen und Schnellstraßen; 2026 zahlt ein EURO-VI-Lkw in CO2-Klasse 1 netto 0,2774 EUR/km mit 2 Achsen, 0,3856 EUR/km mit 3 Achsen und 0,5724 EUR/km mit 4 und mehr Achsen. Zusätzlich Sondermauten auf Strecken wie Brenner oder Tauern. Zum GO-Maut-Ratgeber.
- Tschechien (Myto): Autobahnen und ausgewählte Straßen erster Klasse; ein Lkw über 12 t mit 2 Achsen (EURO VI, CO2-Klasse 1) zahlt auf der Autobahn CZK 2,8340 pro km (etwa 0,117 EUR), mit 5 und mehr Achsen CZK 5,9644 (etwa 0,246 EUR). Zum Myto-Ratgeber.
- Polen (e-TOLL): GPS-basiert; die Sätze wurden im Februar 2026 um 40 bis 42 Prozent angehoben und das Netz um 645 km erweitert. Zum e-TOLL-Ratgeber.
- Niederlande (Vrachtwagenheffing): seit dem 1. Juli 2026 eine kilometerbezogene Lkw-Maut anstelle der Eurovignette, gestaffelt nach zulässiger Gesamtmasse, EURO- und CO2-Klasse.
- Frankreich (Péage): abschnittsweise Erhebung an den Mautstationen der Konzessionäre, Anpassung jeweils zum 1. Februar; 2026 im Schnitt +0,86 Prozent, Lkw fallen in die Klassen 3 (2 Achsen) und 4 (3 und mehr Achsen). Zum Péage-Ratgeber.
Einen Überblick über alle Länder mit Sätzen, CO2-Differenzierung und Zeitplan der Änderungen 2025 bis 2026 gibt der Ratgeber Lkw-Maut in Europa 2026.
Fahrverbote gehören in die Routenplanung, nicht in die Fußnote
Eine Route, die rechnerisch am Samstagabend in Passau ist, steht am Sonntag trotzdem: In Deutschland dürfen Lkw über 7,5 t an Sonn- und Feiertagen von 00:00 bis 22:00 Uhr nicht fahren, in den Sommerferien zusätzlich samstags von 07:00 bis 20:00 Uhr. Das Bußgeld trifft mit 570 EUR den Halter deutlich härter als den Fahrer (120 EUR). Österreich legt ein Samstagsfahrverbot ab 15:00 Uhr, das Sonntagsverbot bis 22:00 Uhr und ein tägliches Nachtfahrverbot von 22:00 bis 05:00 Uhr übereinander — der deutsche Trick, am späten Sonntagabend loszufahren, funktioniert dort nicht.
NSRoute legt diese Zeitfenster über die geplante Route, sodass Ankunftszeit und Fahrtkosten realistisch bleiben. Die Regeln für über 20 Länder, inklusive Ausnahmen für kombinierten Verkehr und verderbliche Güter, finden Sie im Ratgeber Lkw-Fahrverbote in Europa 2026.
So läuft eine Kalkulation in NSRoute
- Route und Fahrzeug eingeben: Start und Ziel sowie das Fahrzeugprofil mit zulässiger Gesamtmasse, Achszahl, EURO- und CO2-Klasse.
- Lkw-gerechte Route mit Mautabschnitten: die Strecke wird je Land in mautpflichtige und mautfreie Abschnitte zerlegt und mit den hinterlegten Sätzen bewertet.
- Diesel, Fahrer und Marge ergänzen: Verbrauch, Kraftstoffpreis, Fahrerkosten und Ihre Zielmarge ergeben den Angebotspreis — im FLEET-Tarif mit eigenen Kostensätzen.
- Angebot exportieren: die Kostenaufstellung geht im PRO-Tarif als PDF an den Kunden, im FLEET-Tarif als White-Label-Dokument; der Routenverlauf bleibt für Rückfragen gespeichert.
Für wen das gedacht ist: Disponenten, die täglich Routen anfragen und anbieten, kleine Frachtführer, die ihre Touren selbst kalkulieren, und Spediteure, die Maut nicht mehr aus Erfahrungswerten schätzen wollen. Für Ladeplanung und Wirtschaftlichkeit stehen zusätzlich der Lademeter-Rechner und der TCO-Rechner für Lkw bereit.
Tarife
FREE
0 EUR
10 Routen pro Monat, 37 Länder, Basis-Aufstellung von Maut und Diesel, die letzten 5 Routen.
PRO
29 EUR/Monat Founding · 49 EUR/Monat regulär
Unbegrenzte Routen, vollständige Kostenaufstellung, Routenverlauf, KI-Sprachassistent, PDF-Export und regelmäßig aktualisierte EU-Dieseldaten.
FLEET
59 EUR/Monat Founding · 99 EUR/Monat regulär
Eigene Sätze und Kostenmodell, White-Label-PDF, bis zu 10 Nutzer und Priority-Support.
Preisstatus: Die Founding-Preise gelten nur, solange einer der ersten 50 bezahlten Plätze frei ist, und bleiben für die Laufzeit des Abonnements festgeschrieben. Danach gelten die regulären Preise. Die aktuelle Verfügbarkeit wird im Checkout bestätigt.
Alle Preise in EUR pro Monat. Letzte Preisprüfung: . Maschinenlesbare Quelle: pricing.json.
Häufige Fragen zum LKW-Routenplaner mit Maut
Berechnet NSRoute die deutsche Lkw-Maut automatisch?
Ja. Sie geben Start, Ziel und das Fahrzeugprofil (zulässige Gesamtmasse, Achszahl, Emissionsklasse) ein, und der Routenplaner rechnet die streckenbezogene Maut für die mautpflichtigen Abschnitte in Deutschland mit ein — als Planungsschätzung für Angebot und Disposition. Verbindlich abgerechnet wird weiterhin über Toll Collect oder Ihren EETS-Anbieter.
Welche Mautsätze gelten 2026 in Deutschland?
Für EURO-VI-Fahrzeuge in CO2-Klasse 1 liegen die Sätze 2026 zwischen 15,1 ct/km (3,5 bis 7,49 t) und 34,8 ct/km (über 18 t, 5 und mehr Achsen). Ein über 18 t schweres Fahrzeug mit 4 Achsen zahlt 32,4 ct/km, in CO2-Klasse 4 etwa 25,8 ct/km. Der Satz setzt sich aus Infrastruktur-, Luft-, Lärm- und CO2-Komponente zusammen.
Ab wann ist ein Fahrzeug in Deutschland mautpflichtig?
Seit dem 1. Juli 2024 gilt die Mautpflicht für Fahrzeuge des Güterkraftverkehrs mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse (zGG) über 3,5 Tonnen. Entscheidend ist der Wert in den Fahrzeugpapieren, nicht die tatsächliche Ladung — eine Leerfahrt kostet zum Satz der zGG.
Zahlen Elektro-Lkw in Deutschland Maut?
Nein. Emissionsfreie Lkw bleiben bis zum 30. Juni 2031 vollständig von allen Mautkomponenten befreit. Eine geplante Regelung, nach der sie ab 1. Januar 2026 25% des Teilsatzes hätten zahlen sollen, wurde im November 2025 vom Bundestag zurückgenommen, bevor sie in Kraft trat.
Berücksichtigt der Routenplaner Fahrverbote?
Ja. NSRoute kennt die Sonn- und Feiertagsfahrverbote in Europa und die Ferienreiseregelungen — in Deutschland etwa das Verbot für Lkw über 7,5 t am Sonntag von 00:00 bis 22:00 Uhr und samstags im Juli und August von 07:00 bis 20:00 Uhr — und zeigt sie bei der Planung an, damit ein Zeitfenster nicht erst auf dem Rastplatz auffällt.
Funktioniert NSRoute auch für Österreich, Tschechien, Polen und die Niederlande?
Ja, der Routenplaner deckt 37 europäische Länder mit ihren jeweiligen Mautsystemen ab: die österreichische GO-Maut, das tschechische Myto, das polnische e-TOLL, die niederländische Vrachtwagenheffing (seit 1. Juli 2026), die französische Péage und weitere. Grenzüberschreitende Routen werden je Land aufgeschlüsselt.
Ersetzt NSRoute Toll Collect oder ein EETS-Gerät?
Nein. NSRoute ist ein Planungs- und Kalkulationswerkzeug: Es schätzt Maut, Diesel und Fahrtzeit vor der Fahrt und liefert eine Kostenaufstellung fürs Angebot. Registrierung, On-Board Unit und Abrechnung laufen weiterhin über Toll Collect oder einen EETS-Anbieter.
Was kostet NSRoute?
FREE kostet 0 EUR und umfasst 10 Routen pro Monat. Solange einer der ersten 50 Founding-Plätze frei ist, kostet PRO 29 EUR und FLEET 59 EUR pro Monat; die regulären Preise liegen bei 49 EUR (PRO) und 99 EUR (FLEET). Alle Preise in EUR pro Monat, die aktuelle Stufe wird im Checkout bestätigt.
Kann ich die Kalkulation als PDF-Angebot exportieren?
Im PRO-Tarif exportieren Sie die vollständige Kostenaufstellung als PDF. FLEET ergänzt eigene Kostensätze, ein White-Label-PDF ohne NSRoute-Branding und Priority-Support für kleine Teams.
Wie genau sind die Mautschätzungen?
Die hinterlegten Sätze stammen aus den offiziellen Tabellen der Mautbetreiber (für Deutschland: Toll Collect) und wurden zuletzt am 3. September 2026 gegen die Primärquellen geprüft. Abweichungen entstehen vor allem durch die tatsächlich gefahrene Strecke und durch Fahrzeugdaten, die von der Eingabe abweichen. Prüfen Sie verbindliche Beträge vor dem Transport bei der offiziellen Quelle.